Spanien : Paula

Paula

EUR 10,00


Schreiben gegen die Angst Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere wird Isabel Allende 1991 von einem Schicksalsschlag getroffen, der ihr Leben aus der Bahn wirft: Ihre Tochter Paula erkrankt an einer heimtückischen Stoffwechselkrankheit und fällt ins Koma. Für Isabel Allende bricht eine Welt zusammen. Tag für Tag sitzt sie am Bett ihrer Tochter und bangt um ihr Leben. In ihrer Angst beginnt sie einen Brief an Paula zu schreiben, zum einen um sich selbst Erleichterung zu verschaffen und die leeren Stunden dieses Alptraums auszufüllen, zum andern, um für die Tochter ihre Erinnerungen zu bewahren. Hör´mir zu, Paula, ich erzähle Dir eine Geschichte, damit Du nicht so verloren bist, wenn Du wieder aufwachst. Doch Paula wacht nicht mehr auf. Sie stirbt am 6. Dezember 1992. Die Aufzeichnungen aus diesem dramatischen Jahr, werden zu Isabel Allendes persönlichstem und bewegendstem Roman, in dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander verflochten sind. Im Zwiegespräch mit der bewußtlosen Tochter schildert sie ihre Empfindungen angesichts Krankheit und Tod und erzählt gleichzeitig ihre Lebensgeschichte und die Geschichte ihrer Familie, die eng verknüpft ist mit ihrer Heimat Chile. Ihr Erzähltalent, ihre bildhafte Sprache und ihr Gespür für gute Geschichten, die man aus ihren großen Romanen kennt, ziehen den Leser auch hier in ihren Bann. Er erfährt ihren Werdegang als Schriftstellerin und kann viele Romanfiguren im Leben wiedererkennen. Der selbstverständliche Umgang mit mystischen Ereignissen, der ihre Romane durchzieht, ist das Erbe der Großmutter, die im Geisterhaus als Clara auftaucht. Als Mutter am Krankenbett macht sie eine Entwicklung durch, die sie vom verzweifelten Festhalten zu einem allmählichen Akzeptieren des Unabänderlichen führt. Als Paula schließlich stirbt, kann sie das Schicksal annehmen. Das letzte Kapitel, das den feierlichen Abschied von der geliebten Tochter beschreibt, ist tief bewegend. Für Isabel Allende bleibt der Glaube, daß sie mit ihr in Verbindung bleibt. Der Tod ist kein Ende. --Roswitha Schmaltz

Anrührend mit einem Schuß Ironie - Nach dem Geisterhaus ist es für Isabel Allende sicher nicht einfach die Leserschaft zufriedenzustellen. Etwas skeptisch bin ich an das Buch schon herangegangen und war angenehm überrascht. Ich glaube nicht, dass Frau Allende das Buch aus Geschäftemacherei geschrieben hat. Das hat sie nicht notwendig.Ich denke, dass es sehr hilfreich ist, sich alles von der Seele zu schreiben. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.Für eine Mutter ist es eine Katastrophe das Kind sterben zu sehen.Paula hat sich einen Weg in die Herzen gebannt und wird unvergessen bleiben. Für ihre Familie sowieso und für die Leser dieses berührenden Buches, das eine Liebeserklärung an das Leben ist.

Ihr persönlichstes Buch - Isabel Allende beschreibt in diesem Buch, wie ihre Tochter Paula als erwachsene Frau erkrankt und an dieser Krankheit stirbt. Es ist sehr viel Liebe in diesem Buch, aber auch Zorn über die Unfähigkeit der Ärzte. Sie setzt in diesem Buch ihrer Tochter ein Denkmal, beschreibt deren Leidensweg und schildert schließlich, wie sie sich nach dem Tod der Tochter wieder im Leben zurecht findet. Dabei gibt es immer wieder generationsübergreifende Rückblenden, Allende schöpft aus einem schier unendlichen Familienschatz, in dem Fiktion und Wahrheit miteinander zu verschwimmen scheinen.

Ein wunderschoenes Buch! - Dieses Buch ist, wie eigentlich alle Buecher der grossartigen Autorin Isabel Allende, unbedingt empfehlenswert. Es ist wunderschoen geschrieben und gibt tiefe Einblicke in das Leben Allendes, in die Kultur und juengere Geschickte Chiles. Wer der spanischen Sprache maechtig ist, sollte dieses Buch unbedingt im Original lesen, da sich danne rst der wahre Zauber von Allende entfaltet. Die Sprache ist nicht sehr schwer und geeignet fuer Leser ab Mittelstufen-Niveau.Und nicht vergessen, unbedingt Taschentuecher bereit legen: denn egal wie froehlich und lustig Allende schreibt, man darf nicht vergessen, dass sie ihrer im Sterben liegenden Tochter ihre Lebensgeschichte erzaehlt und dass die Krankheit von Paula ihr Leben dramatisch beeinflusst. Aber dieses Buch gibt auch Mut, Krankheit und Tod zu akzeptieren und zu lernen, damit umzugehen.

Teils interessant, teils zu lang - Man weiß ja daß Isabel Allende schon im Geisterhaus so einiges aus ihrer Lebensbiographie zum besten gegeben hat - getarnt unter dem Mantel ihrer Romanhauptfiguren.In Paula erzählt sie nun parallel zwei Geschichten: Die diesmal ungeschminkte Story ihrer Familie und das Leiden ihrer Tochter Paula. Natürlich gehören beide Geschichten zusammen - doch im Laufe des Buches habe ich trotz der einfühlsamen Erzählstimme von Hannerlore Elsner zunehmend das Interesse verloren. Spannend ist es da, wo die Geschichte der Allendes von Isabels Großeltern bis hin zu ihrer Flucht aus Chile geschildert wird. Das ist Zeitgeschichte, das ist Realität, da will man mehr wissen. Zudem interessant ist es, herauszufiltern, was nun also am Geisterhaus wahr war und was Fiktion.Die traurige Geschichte rund um Paula dagegen wird irgendwann - trotz der wahren Begebenheit dahinter - nur noch trist und fad, zumal es in metaphysischen Dimensionen endet, von denen man nun halten kann, was man will - mir war es dann ne Nummer zu abgedreht.Und daher nicht die volle Punktzahl, hörenswert aber kein Muß.

Brief an eine Tochter & die Memoiren der Isabel Allende - Im Dezember 1991 brach bei Isabel Allendes Tochter Paula die Porphyrie, eine Erbkrankheit, aus und sie fiel ins Koma. Es folgte beinahe ein ganzes Jahr von Schmerz, Trauer, aber auch Hoffnung für den Rest der Familie, und Isabel Allende verfasste die Seiten dieses Buches, im ihre Erlebnisse zu verarbeiten.Die Episoden, in denen Allende über die Stunden, Tage, Wochen und Monate in einem Krankenhaus in Madrid an der Seite ihrer Tochter schreibt, wechseln sich ab mit ihren wunderbar berührend und fesselnd geschriebenen Memoiren und der Geschichte ihrer Familie.Unglaublich, was diese Frau alles gesehen hat - wir erfahren etwas über ihre Kindheit und Jugend, die Jahre im Exil in Venezuela, ihre beiden Ehen, und wie sie zu ihren ersten Romanen inspiriert wurde. Auch eines der wichtigsten historischen Daten der jüngeren Geschichte Chiles, der 11. September 1973, spielt eine wichtige Rolle - der Tag des Militärputsches, an dem der damalige Präsident Salvador Allende (einer der Onkel Isabel Allendes) ermordet wurde und die 17 langen Jahre der grausamen Diktatur Pinochets begannen, jene Jahre, die Allende in Venezuela zugebracht hat.Sie schreibt wunderbar - wenn sie über Paula schreibt, kommen mir beim Lesen die Tränen, und ihre Memoiren regen zum Nachdenken, zum Weinen, aber auch zum Lachen an. Ein herrliches Buch - fesselnd, emotional, ehrlich - über zwei starke Frauen.




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